Gisele Bündchen: Oben ohne über den Laufsteg – ein traumatischer Karriere-Moment

Gisele Bündchen ist ein weltweit bekanntes Model und doch gab es auch in ihrer Karriere den ein oder anderen düsteren Moment. Einer ihrer Jobs auf dem Laufsteg verstörte und traumatisierte sie nachhaltig.

Sie ist Brasilianerin und als sie ihre Modelkarriere startete, sprach sie kaum ein Wort Englisch. So erzählt es Gisele Bündchen in einem Interview mit der britischen „Vogue“. Durch diese sprachliche Hürde musste sie schon in frühen Jahren ihrer Laufbahn einen emotional schweren Job erfüllen, der sie nachhaltig mitnahm.

1998, als Gisele Bündchen 18 Jahre alt war, gab sie ihr Laufsteg-Debüt bei der Londoner Fashion Week für den Designer Alexander McQueen. Eine große Chance für die junge Frau, die damals unzählige Castings besucht hatte und immer abgelehnt wurde. „Ich sprach kein Englisch, es war meine erste Fashion Week in London, ich habe 42 Castings absolviert. Ich erinnere mich, dass ich zu all diesen Castings gegangen bin und niemand mein Modelbuch auch nur angesehen hat, weil es die Zeit des ‚Heroin-Chics‘ war und ich offensichtlich überhaupt nicht so aussah“, erinnert sie sich.

Der Designer Alexander McQueen gab der 18-Jährigen eine Chance, doch dieser Moment war nicht nur schön für Bündchen. In einem Video für die „Vogue“ spricht sie auch über die Tränen, die sie damals weinte. „Das war einer der traumatisierendsten Momente in meinem Leben“, erzählt das Model und fügt hinzu: „Ich hatte keine Anprobe, also dachte ich, als ich bei der Show auftauchte: ‚Also, was trage ich?‘ Ich konnte ein paar Worte auf Englisch sagen, aber ich habe die Hälfte der Dinge nicht verstanden, dadurch habe ich nur so getan, als hätte ich es begriffen. Doch eigentlich hatte ich keine Ahnung.“

Gisele Bündchen musste fast nackt über den Laufsteg

Für ihren Runway-Auftritt auf der damaligen Fashion Week war ein silberner Slip vorgesehen und ein Top, das lediglich aus silbernen Fäden bestand. Das Top entblößte ihre gesamte Brust. Dazu gab es noch eine schwarze Perücke für die Brasilianerin und Federn als Wimpern. Bündchen beschreibt den Moment, als sie ihr damaliges Outfit sah, so: „Ich dachte: ‚Ist es ein T-Shirt oder so?‘ Nein, das war alles. Also fing ich an zu weinen.“

Doch der emotionale Ausbruch des Models war so intensiv, dass die Visagistin sie anflehte, mit dem Weinen aufzuhören, damit sie die Arbeit nicht ruinierte. Ihr präsentester Gedanke war, dass bloß ihr Vater niemals Fotos dieses Laufsteg-Auftritts zu Gesicht bekommen möge. Doch auch wenn Bündchen heute beschreibt, dass dieser Moment für sie ein Trauma war, so sagt sie auch: „Alles, was ich tun wollte, war zu gehen, aber, weißt du, es ist einer dieser Momente, die dich stärker machen.“

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