Valneva-Aktie bricht ein – EU will COVID-19-Vakzin-Kontrakt kündigen

Die Ankündigung der Europäischen Union, ihre Vorabkaufvereinbarung für den Impfstoff COVID-19 des französischen Pharmaunternehmens Valneva aufzukündigen, hat zu einem Kurssturz der Valneva-Aktie geführt.

Um 9.12 Uhr am Montagmorgen notierte das Wertpapier bei 9,47 Euro und damit um 21 Prozent unter dem Schlusskurs der Vorwoche.

In dem mit der EU-Kommission geschlossenen Kaufvertrag war dieser das Recht eingeräumt worden, den Vertrag kündigen zu können, sollte der Impfstoff bis Ende April keine Zulassung von der EU-Arzneimittelbehörde erhalten haben. Valneva hat nun nach eigenen Angaben ab dem 13. Mai 30 Tage Zeit, um eine Marktzulassung noch zu bekommen oder einen akzeptablen Sanierungsplan vorzuschlagen.

Valneva kündigte ferner an, man werde sich darum bemühen, das Medikament EU-Mitgliedsstaaten zur Verfügung zu stellen, die noch daran interessiert seien. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Verhandlungen werde die Unternehmensprognose für 2022 überprüft. Valneva müsse die erhaltenen Anzahlungen der EU nicht zurückzahlen, betonte das Unternehmen.

„Die Entscheidung der EU ist bedauerlich, zumal wir weiterhin Nachrichten von Europäern erhalten, die nach einer traditionelleren Impfstofflösung suchen“, sagte Valneva-CEO Thomas Lingelbach. Valneva hat einen inaktivierten COVID-19-Vollvirus-Impfstoff entwickelt, der im Vergleich zu den von Moderna, Biontech und Pfizer entwickelten Impfstoffen als traditionellerer Ansatz zum Schutz vor der Krankheit gilt.

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